Ursachen

Wie trägt der Mensch zur Problematik des Klimawandels bei?
Neben den natürlichen Ursachen für den Klimawandel hat dieser viele menschengemachte Gründe. Insbesondere Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan spielen dabei eine grosse Rolle. Über die Hälfte des vom Menschen verursachten Treibhauseffektes entfallen auf CO2. Methan steht dem in keiner Weise nach, da es als besonders aggressives Treibhausgas bekannt ist. Die Wirkung ist 25-mal stärker wie bei CO2.

Verbrennung von fossilen Brennstoffen
Ein erhebliche Rolle bei der Verursachung des Klimawandels kommt der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu, wodurch nämlich eine Menge Treibhausgase, wie z.B. CO2 freigesetzt werden. Fossile Brennstoffe sind tote Biomasse, also Jahrmillionen alte Überreste von Tieren und Pflanzen, welche durch geologische Prozesse in Kohle, Erdgas und Erdöl umgewandelt wurde. Das Gegenstück zu den fossilen Brennstoffen sind die erneuerbaren Energien, näheres dazu kannst du in der Lektion "Energien" lernen.

Diese fossilen Brennstoffe werden noch in vielen Bereichen eingesetzt:

  • Verkehr und Reisen:
    Mobilität ist ein wichtiger Teil in unserem täglichen Leben. Geht es nun um das Reisen in die Ferien mit dem Flugzeug oder um den alltäglichen Transport mit dem Auto. Der Verkehr ist aber auch einer der grössten Verursacher von Treibhausgasen, da für deren Antrieb enorme Mengen an Treibstoffen, wie Benzin, Diesel oder Kerosin, benötigt und verbrannt werden.
  • Industrie:
    Auch die industrielle Produktion ist für den Anstieg der Treibhausgase mitverantwortlich. Vor allem die Kunststoffproduktion trägt dazu bei, den Kunststoffe bzw. Plastik und synthetische Fasern werden aus Öl und Gas gewonnen. Über 99% basieren auf fossilen Rohstoffen. Und die enorme Nachfrage nach Plastik lässt nicht nach, sie wächst stetig. Alleine in den letzten 20 Jahren hat sich die Produktion mehr als verdoppelt.
  • Dabei spielt nicht nur die Herstellung eine tragende Rolle, sondern auch die Entsorgung. Bei der Verbrennung von Plastik entstehen weitere grosse Mengen an Treibhausgasen. Dies scheint noch gravierender, wenn man beachtet, dass es sich bei Plastik in den meisten Fällen nur um sehr kurzlebige Produkte handelt, die bereits nach einmaliger Benutzung wieder im Abfall landen.
  • Der Einfluss von Plastik geht aber noch viel weiter. Leider wird viel Plastikabfall immer noch nicht richtig in Müllverbrennungsanlagen entsorgt und landet entweder an Land in der Natur oder vor allem auch in unseren Meeren. Jedes Jahr gelangen schätzungsweise 5 – 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere. Eines der Probleme dabei: auch während des Zersetzungsprozesses von Plastik werden kontinuierlich Treibhausgase freigesetzt. Besonders viele Gase entstehen bei der Zersetzung in Salzwasser.
Auch die Landwirtschaft spielt eine tragende Rolle
Die Waldrodung gilt nach der Verbrennung von fossilen Brennstoffen als die wichtigste Quelle der CO2-Emissionen.

Eigentlich nehmen Bäume und Pflanzen CO2 auf und wandeln dieses in Sauerstoff um. Doch bei der Abholzung von Wäldern wird das in den Bäumen gespeicherte CO2 freigesetzt. Der Schutz der Wälder ist also nicht nur wichtig für den Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt, sondern auch für den Kampf gegen die globale Erderwärmung.

Ein weiteres Problem stellt die zunehmende Viehzucht dar. Wiederkäuer (Rinder, Ziegen, Schafe) stossen bei der Verdauung grosse Mengen an Methan aus. Wir erinnern uns: Methan ist ebenfalls eines der schädlichen Treibhausgase, mit einer noch viel stärkerer Auswirkung auf die Atmosphäre wie CO2.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Treibhausgase mit der grössten Wirkung auf die Erderwärmung sind Kohlenstoffdioxid (CO2) und Methan
  • Fossile Brennstoffe sind Millionen Jahre alte Überreste von Tieren und Pflanzen
  • Diese wurden durch geologische Prozesse in Kohle, Erdgas und Erdöl umgewandelt
  • Eine tragende Rolle bei der Erderwärmung spielen die Verbrennung von fossilen Rohstoffen in der Industrie und im Verkehr